Sa 11.07.2009:
| Strecke: | Gallup (NM) - Flagstaff (AZ) |
| Tachostand (mi): | 14.671 |
| Gefahrene mi./km: | 343 /549 |
| Wetter: | leicht bewölkt, 20 - 38°C |
Tagebucheintrag
Morgens kurz vor acht war es ab Gallup wieder ziemlich frisch auf der Road King, so dass ich sogar im Langarm-Shirt noch gut 1 Stunde vor mich hin fröstelte. Der Ort schlief noch, zumindest war ich der Einzige bei "McDo" zum Frühstücken und später auch auf der Straße. Kurz nach Gallup ist schon die Grenze zu Arizona, auf der Route 66 - Strecke fehlt dafür aber jede Beschilderung. Man kann es aber an den vielen Hinweisen mit "Home of the Navajo" und auch etwas an der Veränderung der Landschaft bemerken. Die Steppe ist nicht mehr so kahl, die Erde wird röter und die Anzahl der "Indian Trading Posts" nimmt deutlich zu. Auch die Tankstellen sind fest in Navajo-Hand, das Benzin schmeckt der Harley hier jedoch genauso gut. Statt dem üblichen Tankstellen-Shop-Angebot gibt es massenhaft indianische Artikel, hauptsächlich Schmuckwaren, zu erstehen.
Zwischen Mesita und Lupton hat Häuptling "Yellow Horse" seine Zelte und seine Yellowhorse Trading Post vor einer Felsnische aufgebaut. Am Ortseingang von Lupton findet man den Hinweis auf Window Rock. Da ich früh dran war, beschloss ich einen Abstecher von 25 Meilen (einfache Strecke) nach Norden zu machen, da ich diese Attraktion bereits gestern abend in einem Prospekt im Hotel gesehen hatte. Dort angekommen stellte ich fest, dass es dort weniger um die schöne Felsformation geht, sondern vielmehr um den Hauptsitz des Navajo-Nation-Reservates und um ein Kriegerdenkmal aus dem 2. Weltkrieg.
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Ab Lupton geht es auf die Interstate, nach der 2. Ausfahrt wieder auf die nördlich Frontage Road. Diese geht irgendwann in ein sehr holperige, staubige Schotterstrasse über und die Stoßdämpfer der Harley bekamen mächig Arbeit. Der Querino Canyon wird über eine alte Stahlbrücke überquert.
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Danach geht's wieder auf die Interstate bis zum Exit Petrified Forest. Die 28 Meilen Rund- bzw Durchfahrt kostet für Motorradfahrer 5$ die sich aber lohnen. 50.000 Jahre altes versteinertes Holz liegt in einer farbigen und skurrilen Landschaft herum. Die Erhebungen hier in der Gegend haben schillernde Farben, bekannt unter dem Namen Painted Desert, und fast ist es, als würde man in einem Sciene-Fiction-Film herumfahren. Mitten in der brütenden Mittagshitze von über 40 Grad bekam ich einen kleinen Vorgeschmack auf die Mohave-Wüste und das Death Valley in ein paar Tagen.
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Vom Ausgang des Nationalparks bis zum nächsten Ort Holbrook sind es auf der US-180 nur 18 Meilen. Fast der ganze Ort lebt anscheinend ausschließlich vom Verkauf des versteinerten Holzes. Im Ort sind ebenfalls viele schöne Wandmalereien zu finden, eine davon stellt die die längste Zeichnung des Verlaufs der Route 66 dar. Das Wig Wam Motel in Holbrook ist nicht zu übersehen. In den Tipis kann übernachtet werden, vor dem Zelt stellt jeweils passend ein Oldtimer, ich bezweifle jedoch, dass diese noch bewegt werden können.
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Der nächste Halt war im 35 Meilen entfernten Winslow geplant. Schon 3 Meilen nach Holbrook wird die Geronimo Trading Post passiert, bei so zahlreichen Trading Posts hatte ich aber keine Lust zu einem längeren Stopp. Nach Joseph City taucht auf der Südseite der Interstate die bekannte Jackrabitt Trading Post auf, ich verließ die Autobahn kurz für einen Fotostopp, zu einem Kaffee im Inneren der Raststation konnte ich mich jedoch nicht durchringen, es sah zumindest von außen für mich nicht sehr einladend aus.
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In Winslow schließlich wollte ich auch einmal "at the corner" stehen, jedoch stand dort schon einer! Vor einiger Zeit wurde nämlich genau an jener Ecke ein Musikus mit Gitarre aus Bronze aufgestellt. Ich frage mich heute noch warum gerade diese Ecke die besagte Ecke ist, es gibt doch noch hundert andere Ecken in Winslow. Und die "Eagles", die diesen Song und damit auch den Ort bekannt machten, kann man auch nicht fragen - die waren nämlich noch nie in Winslow...
Wie auch immer, "zufällig" gibt es an dieser Ecke auch 2 Souvenirläden, wo man vom "Route 66"-gelabelten Aschenbecher bis zur Unterhose einfach alles erstehen kann. 3 Holländer, die ebenfalls im El Rancho in Gallup übernachtet hatten, füllten gerade damit ihre Taschen und Seitenkoffer ihrer Harleys. Ich ließ mir noch eine Latte Macciato im Café nebenan schmecken nach dem Motto "sittin' at the corner in Winslow Arizona..." und betrachtete noch ein Weilchen das eher mäßige Treiben an der Ecke.
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Nach einer Viertelstunde kam bereits die Ausfahrt "Meteor City", bestehend aus einem halbkugelförmigen Gebäude und einem angemalten Bretterzaun. Die Station wirbt mit dem Slogan "The World's longest Map of Route 66", was allerdings in Fachkreisen in höchstem Maße angezweifelt wird.
Weitere 6 Meilen später kommt bereits die Abfahrt zum Meteor Krater, der ca. weitere 6 Meilen abseits der Interstate liegt. Das Loch stammt von einem Meteoriteneinschlag vor zigtausend Jahren und wurde von der NASA als Testgelände für die Apollo-Astronauten für ihren ersten Aufenthalt auf dem Mond "mißbraucht. Der Blick in den Krater ist nur über einen Besuch eines Museums möglich, was natürlich ein paar Dollar Eintritt kostet. Dafür bekommt man auch recht anschaulich und lehrreich Meteoritengeschichte präsentiert.
Ein besonderer Gag ist ein Loch in der Außenmauer des Museums, das den Blick auf die Weite Arizonas freigibt. Durch den angebrachten Sims sieht es aus wie ein "lebendiges Bild" und ist als Fotomotiv fast begehrter als der Krater selbst.
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Twin Arrows, Winona
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Flagstaff
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Scenes along the Route:
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| Übernachtung: | Super8-Motel | Bewertung: |
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