Route66 - ROADBOOK

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Flagstaff (AZ) - Monument Valley - Mexican Hat (UT)

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Auf den Spuren von John Wayne im Monument ValleyMexican Hat RockGoosenecksMexican Hat

So 12.07.2009:

Strecke:Flagstaff (AZ) - Monument Valley - Mexican Hat (UT) 
Tachostand (mi):14.952Gesamt:
Gefahrene mi./km:281 / 4503.052 / 4.912
Wetter:leicht bewölkt, 20 - 42°C 

Tagebucheintrag

Heute verlasse ich die Route 66 und mache einen "Sidetrip" nach Norden. Arizona ist mit seinen roten Sandsteinen und Felsformationen landschaftlich unbeschreiblich. Nicht umsonst wurden hier schon zahlreiche Filme und Sendungen gedreht, angefangen von den guten alten Wildwest-Filmen. Es war entspanntes Fahren angesagt, meilenweit geradeaus, immer auf der Hauptstraße, die Beschilderung war gut, es gibt aber auch wenig zu beschildern!

Aus Flagstaff heraus geht es auf der US-89 zuerst durch Wälder in Richtung Page. Der Höhenverlust von 2000 auf 800m ist kaum merkbar. Es geht zügig voran, erlaubt sind 65 mph, gefahren wird in der Regel 75 mph. Ich fahre in Begleitung eines Bikers aus Flagstaff, der mit seiner Harley mal eben nach Colorado zum "Kurven fahren" fährt. Es ist ein wirklich entspanntes Cruisen heute vormittag, angenehme Temperaturen und Zeit einfach 'mal die Seele baumeln zulassen, seine "innere Mitte" finden. Nach einer Stunde ist bereits Tuba erreicht, nach einer weiteren Stunde Kayenta. Erst jetzt wird es merklich heisser, ich beschließe im T-Shirt weiterzufahren. Ein paar Meilen später ist schon die Staatsgrenze zu Utah erreicht und die ersten typischen "Butte's" in Sichtweite.


Das Monument Valley mit seinen bizarren Steinformationen ("Butts") ist wirklich unbeschreiblich! Es ist als wäre man in einem Film und John Wayne würde jeden Moment um die Ecke reiten. Den bekannten Aussichtspunkt im Valley, den John Ford Point, sucht man vergeblich, es steht dort neuerdings ein Hotelkomplex The View Hotel samt Visitors Point, Rundfahrten mit bestuhlten Pick-Ups und 5$ Eintritt. Den zahle ich gerne, da die hier ansässigen Navajo-Indianer von diesen Einnahmen leben.


Nur 20 Meilen nach dem Monument Valley wird Mexican Hat erreicht, ein kleines Nest am San José River mit 4 abgehalfterten und einem frisch renovierten Motel (Hat Rock Inn, sogar mit Wi-Fi Internetanschluss, aber der ist so langsam wie früher ein 56K-Modem bei uns zuhause - es reichte gerade mal zum Surfen, Bilder konnte ich keine aufspielen), 1 Tankstelle, 1 Restaurant, 1 Imbissbude und 4 Stellplätze für Wohnmobile (RV's). Der Tourismus scheint an diesem Ort völlig vorbeizugehen, dabei gibt es hier gleich 3 Sehenswürdigkeiten: Eine Steinformation in Form eines Sombreros, welcher der Ort seinen Namen verdankt, eine farbig durchsetzte Felswand, die sich mit denen des Painted Desert durchaus messen kann und den Goosenecks State Park, ein Aussichtspunkt 10 Meilen nördlich von Mexican Hat. Hier hat sich den San José River tief "eingegraben" und schlängelt sich in engen Bögen durch die Lande. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Natural Bridges, sind von dort ca. 40 Meilen entfernt. Es handelt sich dort um "Arches", also natürlich geschaffene Steinbögen, wie man sie im Arches National Park im Norden bei Moab häufiger findet (ca. 130 Meilen nördlich von Mexican Hat).


Und wenn man zur rechten Zeit am richtigen Ort ist, das Abendessen auf später verschiebt (oder ausfallen lässt), und abends um 20 Uhr nochmals 40 Meilen fährt, dann kommen solche Bilder dabei heraus:



Ein weiterer "Kick" am heutigen Tag war der spätere Abend im einzigen Restaurant des Dorfes. Im "Swingin' Steak" treffen sich Einheimische, Leute aus "benachbarten" (40 km entfernten) Dörfern, Motel-Gäste und vorbeifahrende Touristen, die nur mal kurz zum Essen anhalten. Dementsprechend ist es auch nicht einfach einen Platz zu bekommen und so setze ich mich an die Bar. Dort komme ich auch gleich mit Michael in Gespräch, der aus Rhode Island an der Ostküste kommt und schon das fünfte Jahr auf seiner Urlaubstour hier Halt macht. Er sagt er hätte sich in diesen Ort verliebt und komme immer wieder hierher zurück. Es hat aber auch Charme: das Restaurant ist komplett im Freien, eingerichtet im Western-Stil, ein Cowboy grillt Fleisch und Steaks auf einem hin- und herschwingenden Grill, im Radio laufen 70er Hits von den Beatles bis Lynard Skynard und die Leute sind alle freundlich und gut drauf. Ein absoluter Geheimtipp!


Und hier noch ein paar Bilder für die Harley-Fans:

P.S.: Mein wertvollstes Utensil in den letzten 3 Tagen ist Fenistil. Ich weiss nicht, wie es die Mosquitos schaffen, immer wieder durch eine kleine Öffnung in das Zimmer hereinzukommen. Sie sind nicht so lästig wie die deutschen, aber stechen tun sie genauso!

 

Übernachtung:Hat Rock Inn, Mexican HatBewertung: 

Letzte TagesetappeFlagstaff - Mexican Hat
Letzte Route 66 - EtappeGallup - Flagstaff
Nächste TagesetappeMexican Hat - Monument Valley - Page
Nächste Route 66 - EtappeWilliams - Kingman

 

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