Do 02.07.2009:
| Strecke: | Chicago (IL) - Milwaukee (WI) und zurück | |
| Tachostand (mi): | 12.109 | Gesamt: |
| Gefahrene mi./km: | 209/ 335 | 209 /335 |
| Wetter: | bewölkt, 20° C |
Tagebucheintrag:
Der befürchtete Kulturschock im Land der Wiederkäuer (den Kauprodukten von Wrigley’s begegnet man hier überall) blieb aus. Der Amerikaner zeigt sich sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend, allerdings erwartet er dies ebenso von seinem Gegenüber. Ansonsten ist Chicago wie jede Großstadt auch - mit allen Vor- und Nachteilen. Was allerdings Sauberkeit und Sicherheit anbelangt, ist die Stadt beispielhaft. Den ganzen Tag fahren Kehrmaschinen und die Polizei, Sheriffs und die Security zeigen überall Präsenz, nicht aufdringlich, aber jederzeit einsatzbereit.
Die Folge des frühen Zubettgehens war, dass ich früh um 4 Uhr hellwach im Bett lag. Ich quälte mich noch 1 ½ Stunden und stand um sechs Uhr auf. Eine halbe Stunde später saß ich bereits mit Kaffee und Eiersandwich bewaffnet an der Michigan Ave. und beobachtete entspannt das frühmorgendliche Treiben.
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Warum das Nichtrauchen in Chicago so einfach ist. |
Um 9 Uhr stand ich pünktlich zur Öffnung vor dem T-Mobile-Shop um die Ecke, um mir eine Prepaid-Karte für das US-Lokalnetz zu holen. Jetzt konnte ich relativ günstig vom Handy über eine andere internationale Telefonkarte (die ich mir in Deutschland besorgt hatte) nach Hause telefonieren ohne dauernd einen Festnetzapparat suchen zu müssen.
Wieder im Hotel galt es sich "bikefertig" zu machen, schließlich konnte die Harley ab 10 Uhr bei EAGLERIDER abgeholt werden. Danach wollte ich gleich in das knapp 100 mls. entfernte Milwaukee durchstarten - das erst 2008 eröffnete Harley Davidson-Museum wartete schließlich auf mich! Leider konnte ich die E-Mail vom dt. HD-Pressedienst nicht mehr abrufen, und so fuhr ich eben als "normaler Tourist" hin. Trotzdem an dieser Stelle ein Dankeschön für die Mühe!
Zu EAGLERIDER ging es 20 min. mit dem Taxi, dort wurde ich auch gleich freundlich empfangen. Die Jungs mit Ihren zusammengebundenen Haaren und bunten Zeichnungen auf den Armen erklärten mir lang und breit, was ich nicht tun dürfte, aus lauter Angst unterschrieb ich vor Ort noch eine Vollkaskoversicherung und eine Sicherheit, dass kaputte Reifen bei Plattfuß etc. unterwegs ersetzt werden (dafür bin ja Spezialist). Die Maschine stand bereits vor dem Office, eine dunkelblaue Road King neuesten Baujahrs mit knapp 12.000 mls. auf dem Buckel , und auf den ersten Blick völlig intakt. Etwas stutzig machte mich der Hinweis, dass ich jeden Morgen das Öl kontrollieren soll - ich dachte dieses Problem sei bei Maschinen der neueren Generation behoben. Ansonsten etwas kurz für meine langen Beine, aber das bin ich ja bereits gewohnt.
Also ging es los auf die IS-95 in Richtung Norden. Eine Autobahnfahrt zur Eingewöhnung ist sicherlich nicht verkehrt. Die Maschine ist recht einfach zu fahren, nur die reparaturbedürftige Autobahn nach Wisconsin mit ihren holperigen Schlägen beanspruchten die Stoßdämpfer (und meine Wirbelsäule) doch gelegentlich. Das Harley-Museum ist recht einfach zu finden, die Beschilderung beginnt schon ab der Interstate-Abfahrt. Das Gebäude ist architektonisch sehr anspruchsvoll, außer dem Museum befindet sich noch ein Café, ein Restaurant und ein Souvenir-Shop auf dem Gelände. Blickpunkt auf dem Vorplatz ist eine Bronzeskulptur, gestiftet von Herrn Davidson.
Im Museum ist anschaulich die Entwicklung der Motorradmarke zu sehen, seien es Motorblöcke an der Wand oder schön der Reihe nach aufgestellt - vom einstigen Fahrrad bis zur neuesten V-Rod.
Zurück ging es nach rund 2 Stunden übers Land - eine sehr entspannte Fahrt bis kurz vor Chicago. Dort begannen dann die Staus der Rush Hour und der Baustellen. Für die letzten 20 Meilen bis zum Hotel benötigte ich solange wie die ganze Fahrt hinauf nach Milwaukee! Im Zentrum von Chicago gibt es außer Parkhäuser keinerlei Parkmöglichkeiten, auch nicht für Motorräder, die Sheriffs lassen da überhaupt nichts aufkommen...
Also die Harley in der Hotelgarage abgestellt und erst mal einen Tag dort stehen gelassen...
Immer noch nichr genug, machte ich mich abends mit dem Foto nochmals auf in die City, um "Chicago by night" zu erkunden.
Das "Nightlife" bestand aus einem Besuch im bekannten "House of Blues" und am Schluss des Abends als "Absacker" ein Glas Merlot an der Hotelbar.
| Übernachtung: | Palmer House Hilton, 1301 W Monroe St | Bewertung: |
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bewölkt, 20° C






















