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Start - "The Long Run" - Tour 2009 - SF - Monterey

San Francisco - Monterey

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Küste am Highway No. 1Surfer am Half Moon BaySurfer am Half Moon Bay

Sa 25.07.2009:

 

Strecke: San Francisco - Santa Cruz - Monterey
Tachostand (mi): 17.456 Gesamt:
Gefahrene mi./km: 5.556 / 8.890
Wetter: neblig, ab und zu Sonne, 20°C

 

 


Tagebucheintrag

Bernhard + Frau habe ich wie fast befürchtet, nicht getroffen. Ich hoffe er hat meine E-Mail bekommen, dass wir uns dann morgen abend sehen.

Gegen 9 Uhr schwang ich mich wieder auf das Bike und fuhr immer geradeaus aus der City hinaus in die Aussenbezirke. Irgendwann kreuzte ich die CA-1 und auf dieser ging es vollends aus der "Nebelstadt" hinaus. Die Temperaturen waren wie erwartet recht frisch, die wärmende Regenjacke brauchte ich jedoch nicht. An der Steilküste entlang, unterbrochen von schönen Sandstränden, cruiste ich auf dem Highway No. 1 nach Süden in Richtung Half Moon Bay.

 


Küste am Hwy No. 1

Küste am Hwy No. 1

Küste am Hwy No. 1

Küste am Hwy No. 1

Der Strand von Half Moon Bay ist vor allem für Partys sehr beliebt, da er von beiden Seiten von mächtigen Felsen eingeschlossen wird und es auch keinen direkten Zugang gibt, weshalb nächtliche Polizeikontrollen kaum zu befürchten sind. Einziger Zugang zum Strand ist ein schmaler Pfad, wo man mit Hilfe eines Taus ca. 40 Höhenmeter überwinden muss. Party ist natürlich morgens um halb elf noch nicht, aber trotzdem tummelten sich unzählige Surfer in wärmenden Neoprenanzügen im Wasser um dem kaliforischen Nationalsport nachzugehen, dem Surfen.

 


Surfer am Half Moon Bay

LiLu fand's ganz spannend

Ein paar Meilen südlich schienen jedoch Profis am Werk zu sein. 4 Surfer im Wasser und 8 weitere im Auto warteten anscheinend auf "the big wave". 3 - 4 m hohe Wellen krachten an die Klippen. Ich setzte mich gemütlich hin und schaute eine Zeitlang zu, die Etappe hatte ich ja kurz gehalten und somit Zeit genug.

 


Surfer am Half Moon Bay

In Santa Cruz, das auch als "Surf City USA" bezeichnet wird, machte ich kurze Mittagsrast. Hier in der Geburtsstadt der Surfmarke "O'Neill" wurde zum ersten Mal 1885 in Kalifornien gesurft. Bis heute finden viele internationale Surfwettbewerbe in Santa Cruz am West-Cliff-Drive statt. Der "Santa Cruz Beach Boardwalk", der älteste Vergnügungspark Kaliforniens, bildet bis heute die Grundlage dafür, dass der Tourismus eine wichtige Wirtschaftsquelle der Stadt bildet.

Gegen 15 Uhr erreichte ich schließlich Monterey. Die Stadt war Anfang des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Fischerei- und Walfanghafen. Heute ist die wichtigste Einnahmequelle Montereys der Tourismus. Monterey ist heute eine Stadt, die bei jeder Westküsten-Rundreise auf dem Routenplan steht. Weltbekannt ist das Monterey Bay Aquarium. Auch beliebt ist der (mautpflichtige) 17-Miles Drive, der jedoch für Biker tabu ist.

Unmittelbar daneben liegt Carmel-by-the-Sea, ebenfalls ein bekannter und nobler Tourismusort. Und das merkte ich an den saftigen Motelpreisen! Ich war nach dem 5. Versuch aber letzendlich froh, nebenan in Monterey überhaupt eine Bleibe gefunden zu haben. Klar, es ist ja schließlich Wochenende...

 

Viele bekannte Autoren und Künstler lebten für einige Zeit in der Region von Carmel-by-the-Sea und machten die Natur zum Gegenstand ihrer Werke. Unter ihnen waren die Schriftsteller Ernest Hemingway, John Steinbeck und Jack London. Bekannt wurde der Ort aber auch, nachdem Clint Eastwood von 1986-88 hier Bürgermeister war. Noch heute lebt er hier und ist Besitzer der Mission Ranch. Und wenn man Glück hat, trifft man den fast 80jährigen Besitzer dort im Restaurant oder an der Bar des heutigen Hotels.

 

Von historischer Bedeutung ist die Mission San Carlos Borromeo de Carmelo, eine alte spanische Mission aus dem Jahre 1770. Von allen kalifornischen Missionen ist diese in Carmel die einzige, die noch ihren originalen Glockenturm besitzt.

Kurios: Um sich von anderen Städten zu unterscheiden weist Carmel einige gesetzlich verankerte Traditionen auf: Erst seit wenigen Jahren wird die Post auf Wunsch ausgeliefert (was jedoch kaum in Anspruch genommen wird), vorher mussten die Einwohner ihre Post aus dem Postfach abholen. Ebenso gibt es heute noch keine Straßenlampen, Fußgängerwege, Parkuhren und Leuchtreklamen. Eis darf außerdem nur in Becher verkauft werden und direkt an der Küste gibt es keine Geschäfte. Neue Gebäude müssen um Bäume herum gebaut werden.

Carmel ist fast völlig von Bäumen eingewachsen. Schnuckelige alte "Hexenhäuschen" mit kleinen Gärten prägen das Stadtbild. Samstagabend am Strand von Carmel-by-the-Sea

Am Abend war ich noch kurz im alten Hafenviertel von Monterey (hier schwimmen Seeottern munter zwischen den Booten herum) und habe zum erstenmal eine "Bread Bowl" gegessen: ein kleiner Brotlaib, aufgeschnitten und ausgehölt, hinein kommt eine leckere dicke Fischsuppe. Nun kann man den Laib auslöffeln und den "Deckel" dazu essen. Schmeckt lecker und erspart lästiges Abspülen...

 

Übernachtung: Monterey Bewertung:

 

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