Der Mythos "Route 66"
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Die Faszination der Route 66 hört nie auf, sie wird für mich immer eine Quelle der Neugier sein... |
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Wie kann eine staubige, holperige Straße, einst befahren von Karawanen schlecht ausgerüsteter Pioniere und Siedler zu einer amerikanischen Ikone werden?
Vermutlich aus demselben Grund, weshalb die knatternden Harley Davidson Motorräder, die schnittigen 57er Chevys und alle anderen Hobby-Oldtimer der amerikanischen Autoimobilindustrie ein einzigartiges Comeback erleben. Alle drei Dinge sind Bestandteil von dem Mythos "Route 66". Die Route 66 ist nicht der Längste, nicht der Schönste und auch nicht der Älteste Highway in Amerika. Aber ihre Geschichte ist getränkt von unzähligen persönlichen Schicksalen und Tragödien, beschrieben in vielen Romanen, Liedern und Filmen. Nach ihrer Blütezeit Mitte des 19. Jahrhunderts starb die einstmals belebte Straße Stück für Stück, jedesmal wenn ein neuer Autobahnabschnitt zu ihrer Umfahrung fertiggestellt wurde. Harley Davidson kämpfte aufgrund rückständiger Technik und Verarbeitung der Motorräder jahrelang mit seinem Image. Doch längst haben alle drei, die Route 66, der 57er Chevy und die Marke |
Harley-Davidson, eine einzigartige Verwandlung durchgemacht und symbolisieren heute im Zusammenhang mit der Route 66 in einer immer mehr reglementierten Welt das einzigartige Gefühl von Unabhängigkeit, Freiheit und Abenteuer. Romantik und Illusion verdrängen die Wirklichkeit. Mittlerweile sind Route 66-Touristen das ganze Jahr über anzutreffen. Menschen aus allen Ländern dieser Welt machen sich auf, den Mythos auf Teilen oder der ganzen knapp 4.000 km langen Strecke zu erkunden, zu erfahren. Und noch nie hörte oder las ich ein Wort der Enttäuschung in einem der zahlreichen |
Reiseberichte der Route 66-Touristen. In Erzählungen, Bildervorträgen oder auch als Reiseleiter auf der "motherroad" sehe ich immer wieder weit aufgerissene Augen von Menschen, die staunend und überrascht die Vielfalt der Route 66-Kuriositäten entdecken. Es ist unmöglich, die Masse an Informationen und Geschichten der Route 66 in ein paar Sätzen zu erzählen, man muss sie einfach einmal selbst gefahren haben. Natürlich am Besten mit einer Harley Davidson oder einem Chevy - natürlich Baujahr 1957. Ich beschäftige mich schon lange mit diesem Mythos. Ich bin die Route 66 schon einige Male gefahren, noch nie in einem 57er Chevy, aber schon mehrere Male auf einer Harley Davidson. Der Mythos muss nicht verstanden werden, es ist wie bei der Liebe, Freundschaft oder einem Sonnen-untergang in der Wüste: er muss erlebt werden. ©2010 Wolfgang Werz |
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